Maßnahmen - Hundephysiotherapie in Enger und Herford

Das Hauptaugenmerk der Physiotherapie liegt auf der Schmerzlinderung. Sind die Bewegungen Ihres Hundes z. B. durch eine Verletzung eingeschränkt, entlastet er die betroffenen Gliedmaße, was aber gleichzeitig zu einer Überbelastung anderer Gliedmaße führt. Das Resultat: ein Teufelskreis aus Verspannungen, Blockaden und Schmerzen! Hier setzt die Physiotherapie an und versucht mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten, diesen Kreislauf zu durchbrechen und die schmerzfreie Mobilität Ihres Hundes wiederherzustellen.

Wenn Sie mit der Überweisung eines Tierarztes oder aus eigenem Antrieb zu mir kommen, führen wir zunächst ein Erstgespräch, bei dem ich die Verfassung Ihres Hundes insgesamt betrachte, eine Gangbildanalyse vornehme und mir seinen Bewegungsapparat genau ansehe. Danach berate ich Sie, welche der folgenden Behandlungsformen für Ihren Hund möglich und sinnvoll sind.
 

Einzelne Maßnahmen der Physiotherapie

Massage

Eine belebende Massage setzt aktivierende Reize und fördert die Durchblutung, während eine beruhigende Massage die Muskulatur lockert und den Körper entspannt.

Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie wird bei Funktionsstörungen im Bewegungsapparat eingesetzt und erhält bzw. verbessert mit einer speziellen Technik die Beweglichkeit der Gelenke.

Blutegeltherapie

Bei dieser alternativen Therapieform wird die heilende Kraft von Blutegeln genutzt. Die kleinen Tierchen werden an beeinträchtigten Stellen des Körpers angesetzt und können dem Hund bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen helfen.

Blutegel sind schon seit Jahrhunderten als kleine „Wunderheiler“ bekannt. Sie ernähren sich vom Blut anderer Tiere und sondern bei der Nahrungsaufnahme verschiedene Sekrete ab, durch die das Blut schneller aufgenommen werden kann und nicht gerinnt. Werden Blutegel gezielt auf beeinträchtigte Körperstellen eines Hundes gesetzt, verbessern die ausgeschiedenen Sekrete in erstaunlich vielfältiger Weise die Gesundheit des Vierbeiners – und das teilweise über Wochen.

Positive Wirkungen der Blutegeltherapie:

  • gerinnungshemmend
  • schmerzlindernd
  • schützt vor und vermindert Entzündungen und Schwellungen
  • durchblutungsfördernd
  • antimikrobiell
  • antibakteriell
  • verhindert und reduziert Allergien
  • erhöht die Penetration des Gewebes
  • wirkt entspannend
  • fördert die Beweglichkeit
  • unterstützt das Lymphsystem
  • verbessert den Zellstoffwechsel und die Zellregeneration

Eingesetzt werden Blutegel bei folgenden Diagnosen und Krankheitsbildern:

  • Ataxie
  • Arthrose
  • Arthritis
  • Gelenkdegenerationen
  • Dysplasien (HD, ED, OCD)
  • Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylosen, akute Diskopathien, Cauda-equina-Syndromen, CWS)
  • Erkrankungen des Bänder- und Sehnenbereichs
  • Entzündungen
  • Nervenreizungen
  • Muskelverspannungen und -verhärtungen
  • Hautveränderungen, Ekzeme
  • Abszesse
  • Rheuma
  • frische Wunden
  • Stumpfheilung
  • Narbenproblematiken
  • Prellungen, Quetschungen
  • Hämatome, Blutohr
  • Ödeme
  • Lymphbahnentzündungen und -stauungen

Blutegel sind gemäß § 2 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) ein Arzneimittel. Alle von mir eingesetzten Blutegel beziehe ich von der Biebertaler Blutegelzucht GmbH (www.blutegel.de), da nur diese die Erlaubnis zur Herstellung von Wirkstoffen tierischer Herkunft gemäß § 13 Abs. 1 AMG besitzt.

Wichtig: Vor einer Blutegelbehandlung sollten Sie eine Liste aller Medikamente, die Sie Ihrem Hund geben, bei mir einreichen. Zudem ist eine kurze Abstimmung mit Ihrem Tierarzt empfehlenswert, damit keine Komplikationen auftreten.

Blutegelbehandlungen führe ich nur vormittags durch, damit eventuelle Nachblutungen im Laufe des Tages besser beobachtet werden können.

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Gerätetherapie/Krankengymnastik

Sowohl die Gerätetherapie als auch die Krankengymnastik dient dem Muskelaufbau, der durch unterschiedliche Trainingsformate wie das propriozeptive Training, das Gleichgewichtstraining und das Koordinationstraining gefördert werden kann. Trainiert wird z. B. auf verschiedenen Untergründen, mit Bällen, Cavalettis und Slalomstangen sowie auf der Vibrationsplatte.

Unterwasserlaufband

Mit einem Unterwasserlaufband kann die Muskulatur und die Ausdauer eines Hundes äußerst gelenkschonend aufgebaut werden.

Ein Unterwasserlaufband ist ein großes Wasserbecken, an dessen Boden sich ein Laufband befindet, auf dem der zu behandelnde Hund geht bzw. läuft. Dieses Gerät ermöglicht Therapieprozesse, bei denen die Gelenke und das Skelett des Hundes geschont werden müssen, z. B. nach einer orthopädischen Operation. Da die Auftriebskraft des Wassers einen großen Teil des Körpergewichts auffängt, werden Gelenke und Skelett nicht so stark belastet. Jeder Hund wird individuell an das Laufband und den Wasserpegel gewöhnt und die Intensität der Trainingseinheiten steigert sich proportional mit der Leistungsfähigkeit des Tieres.

Vorteile des Unterwassertrainings:

  • Der hydrostatische Druck: Je höher der Wasserstand, umso geringer der Körperumfang – es entsteht eine leichte Lymphdrainage.
  • Die Auftriebskraft des Wassers: Je höher der Wasserstand, umso geringer das Körpergewicht – die Gelenke werden stark geschont.
  • Der Reibungswiderstand des Wassers erzeugt bei Bewegungen des Hundes im Wasser eine leichte Massage seines Körpers.

Das Unterwasserlaufband kommt bei folgenden Erkrankungen und Therapien zum Einsatz:

  • Muskelaufbau (z. B. bei der Vor- und Nachsorge von OPs)
  • Steigerung Ausdauer und Kondition
  • Muskel-, Sehnen- und Bändererkrankungen
  • neurologische Erkrankungen
  • Skeletterkrankungen
  • Ausgleich von Bewegungsmangel
  • Gewichtsreduktion
  • Über- oder Unterbelastungen von Gliedmaßen

Weitere Informationen zum Unterwasserlaufband erhalten Sie beim Hersteller:

www.bfh-physio.de

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Dorntherapie

Schon ein blockierter Wirbel kann eine Über- oder Entlastung einer Gliedmaße bewirken. Bei der Dorntherapie wird das Skelett des Hundes untersucht, um Fehlstellungen entlang der Wirbelsäule und der Gliedmaßen zu finden und zu beheben.

Schallwellentherapie/Schwingungstherapie

Mit diesen beiden sanften unterstützenden Methoden lassen sich akute und chronische Schmerzen im Bewegungsapparat reduzieren. Sie werden bei Muskel-, Sehnen- und Bänderentzündungen genauso eingesetzt wie z. B. bei neurologischen Störungen,Triggerpunktbehandlungen und der Wirbelsäulenmobilisation.

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie ist bei Skeletterkrankungen, neurologischen Erkrankungen, degenerativen Erkrankungen sowie Muskel-, Sehnen- und Bändererkrankungen unterstützend einsetzbar. Sie regt die Durchblutung an und fördert das Lymphsystem und die Zellgewebsaktivierung. Als Therapiegerät nutze ich das AmpliVet 3.0.

Magnetfeldtherapie

Die hierbei eingesetzte Magnetfelddecke ist durchblutungsfördernd, löst Verspannungen, hilft beim Abtransport von Schlackenstoffen, wirkt regenerierend und lindert Schmerzen.

Atemtherapie

Hunden mit Beschwerden im Atem- und Lungenbereich kann diese Therapieform zu einer Erleichterung des Atmens verhelfen und sie dabei unterstützen, tiefe, sich in der ganzen Lunge ausbreitende Atemzüge zu machen.

Narbenbehandlung

Eine Narbenbehandlung verhindert, dass die Haut um eine Narbe herum hart wird und die Beweglichkeit der umliegenden Körperpartien einschränkt. Dazu wird die Durchblutung im Narbenbereich bestmöglich gefördert, was gleichzeitig auch den Heilungsprozess verbessert.

Triggerbehandlung

Triggerpunkte (auch Stresspunkte genannt) sind Punkte im Körper, die oft verspannt sind, schmerzen und dadurch weitere Verspannungen auslösen. Grade bei Skeletterkrankungen sind bestimmte Triggerpunkte sehr aktiv. Bei der Triggerbehandlung werden sie so sanft wie möglich durch eine Massage gelöst.